Verein WIR - Leben in Gemeinschaft
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Das Manchmal-kommt-es-anders-Rotkraut

Kennst du das auch? Du bemühst dich wirklich um etwas und trotzdem klappt es nicht so recht?

Uns ist das auch wieder einmal passiert. Doch wie so oft, wenn man dranbleibt, hat sich das Blatt zu guter Letzt zum Positiven gewendet…

Im März 2019 haben wir wie jedes Jahr unsere Kohlpflanzen vorgezogen und aufs Feld gesetzt. Das Rotkraut wuchs dieses Jahr aber nicht so gut wie gehofft – und im Oktober 2019, als es höchste Zeit war, das Feld zu räumen und die Winterbegrünung anzusäen, hatte ein Viertel der Pflanzen noch keinen Kopf ausgebildet. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, die Pflanzen ins Gewächshaus zu übersiedeln, um ihnen mehr Zeit zu geben. Die kalten Temperaturen störten die Pflanzen nicht. Bis zum Anfang des neuen Gartenjahres hatte die Hälfte von ihnen schöne Köpfe ausgebildet, während die anderen gleich zu blühen begannen, worüber sich die Insekten freuen konnten. Als ich die schönen Krautköpfe betrachtete, kam mir der Gedanke, einige dieser Pflanzen zur Saatgut-Vermehrung stehen zu lassen. Wir vermehren unsere Gemüsepflanzen schon sein vielen Jahren erfolgreich selbst, nur bei den Kohlgewächsen wussten wir nie so recht, wie wir es angehen sollten. Diese bilden nämlich erst im zweiten Jahr ihre Samen aus, was bedeutet, dass wir sie gesund über den Winter bringen müssen.

Laut Lehrbuch sollen mittelgroße Köpfe mitsamt der Wurzeln überwintert werden. In warmen Lagen geht das im Freien, bei uns im Waldviertel natürlich nicht. Auch im Gewächshaus schwanken die Temperaturen deutlich aus dem geforderten Bereich von -5 bis max.+5 °C.

Nichtsdestotrotz haben unsere Pflanzen die vielen Minusgrade gut überstanden. Und so beschlossen wir, zwölf von ihnen aussamen zu lassen. Das war im März 2020. Ich schnitt die Krautköpfe kreuzweise ein, um den Blütentrieben beim „Durchbruch“ zu helfen. Es klappte hervorragend!

August 2020. Inmitten der Paprika standen nun groß und ausladend die Rotkrautpflanzen übervoll mit prall gefüllten Schoten. Wir mussten sie an Stecken binden, um den „Rotkraut-Stauden“ Halt zu geben. Bei der Ernte nahmen wir von jeder Pflanze Schoten ab und füllten sie in einen Bettzeugüberzug, den wir an einem warmen Ort aufhängten. Als die Schoten ganz trocken waren, droschen wir die Samen aus, indem wir vorsichtig immer wieder (mit Gefühl!) auf den Überzug traten, sodass die Schoten aufspringen konnten. Anschließend entfernten wir die großen Schotenreste per Hand und siebten den Rest aus. Es blieben (fast) nur die Samen über.

November 2020. Beim Setzen der Wintersalate im Gewächshaus, stellten wir überrascht fest, dass im Gewächshaus viele kleine Rotkrautpflanzen aufgegangen waren. Die Keimfähigkeit des Saatguts passt! Über den Winter gingen sooooo viele weitere Pflanzen zwischen all den Salaten auf, dass wir heuer gar nicht daran denken, Rotkraut vorzuziehen.

März 2021. Die stärksten Rotkrautpflanzen kommen raus aufs Feld, sobald es fertig für die heurige Gartensaison fertig hergerichtet ist. Und auf Sicht, wenn alles klappt, werden wir in Zukunft immer im Herbst unsere Kohlgewächse im Gewächshaus ansäen, um sie im Frühling raus aufs Feld zu setzen.

Fazit: „Gesunde Pflanzen setzen sich durch – und das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben…“

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